Googles Sprachassistent verbessert Datenschutz

Nachdem sich im Sommer die großen drei der Sprachassistenz-Anbietern Google, Apple und Amazon wöchentlich mit Schlagzeilen zu horrenden Sicherheitsmängeln abgewechselt hatten, hat nun Google als Erstes einige dauerhafte Änderung vorgestellt. (Alle weiteren Meldungen zu diesem Thema aus dem Sommer finden Sie in hier in der News-Kategorie.)
Der größte Kritik-Punkt war damals das ungefragte Mitschneiden von Gesprächen gewesen und die Tatsache, dass diese dann von, teilweise externen, Angestellten ausgewertet wurden.
Diese Praxis hat Google nun aufgegeben. Das Auswerten der Kommunikation mit dem Google Assistant durch menschliche Mitarbeiter muss nun manuell erlaubt werden.
Für die vormalige Praxis entschuldigte sich ein Senior Product Manager in einem langen Blog-Beitrag und gab zu, dass die Vorgehensweise nicht offen genug kommuniziert worden war.

Des Weiteren gab Google an Sprachaufnahmen nicht standardmäßig gespeichert zu haben und dies auch in Zukunft nicht tun zu wollen. Falls jemand aber auf so etwas Wert legen sollte, gibt es natürlich die Möglichkeit, dies selbst manuell einzustellen.
Zusätzlich gab Google an versehentliche Aufnahmen, bei denen der Assistent dachte, er wäre angesprochen worden, obwohl dies gar nicht der Fall war, zu löschen.

Auch soll ein Privatsphäre-Filter eingeführt werden, der zu intime Gespräche herausfiltert.
Sollten all diese Versprechen umgesetzt werden, ist dies natürlich ein guter Schritt in die richtige Richtung.
Es bleibt zu hoffen, dass sich die Berichte aus dem Sommer nicht wiederholen.
Und was man natürlich auf keinen Fall außer Acht lassen sollte, ist die einfache Tatsache, dass zwar die Sprachaufnahme an sich mit Ihrem Inhalt nicht mehr ohne Erlaubnis von Menschen abgehört wird, aber der Assistant dennoch weiterhin große an Daten sammelt. Es handelt sich ja immer noch um Google.