Google zieht Konsequenz aus Datenschutzbeschwerden


Der Datenschutz bei Sprachassistenten wurde in den letzten Wochen unter die Lupe genommen.

Nachdem in den letzten Wochen nach und nach bekannt wurde, dass Apple, Amazon und Google ihre Sprachassistenten von Mitarbeitern abhören lassen, hat Google nun, als erstes der Unternehmen, eine Konsequenz daraus gezogen. Der Konzern sicherte der Hamburger Datenschutzbehörde zu, in nächster Zeit keine Mitarbeiter mehr mit der Auswertung von Gesprächsdaten zu beauftragen. Andere Behörden, die für Alexa und Siri zuständig sind, wurden von der Behörde aufgerufen ebenfalls Schritte in die Wege zu leiten um die Praxis dort auch zu unterbinden.
Die Behörde nannte das Vorgehen der Unternehmen „hoch risikoreich für die Privat- und Intimsphäre von Betroffenen.“ Weiter führte sie aus: „Dies gilt nicht nur für Personen, die einen Sprachassistenten betreiben, sondern für alle, die damit in Kontakt kommen, etwa wenn sie in einem Haushalt leben, in dem Geräte verwendet werden, auf denen zum Beispiel Google Assistant installiert ist.“
Laut Google seien nur 0,2% der Gespräche ausgewertet worden und auch nur solche, die sich an den Sprachassistenten direkt gewendet hätten. Von Alexa und Siri ist aber bekannt, dass sich die Programme oftmals von selbst einschalten auch, wenn sie nicht adressiert sind.
Auch bei dieser kleinen bestätigten Zahl der Fälle sah sich die Datenschutzbehörde veranlasst ein Verwaltungsverfahren einzuleiten um „zu untersagen, entsprechende Auswertungen durch Mitarbeiter oder Dritte für den Zeitraum von drei Monaten vorzunehmen.“
Dieser Zeitraum von drei Monaten soll, laut Google, am ersten August gestartet haben und gelte für die gesamte EU.
Wünschenswert wäre ein ähnliches Zugeständniss nun auch von Apple und Amazon.