Fortnite nun "offiziell" ab 12 Jahren freigegeben


Bunte und ausgefallene Kostüme sind ein wichtiges Merkmal von „Fortnite“.

Das bei Kindern und Jugendlichen jeden Alters sehr beliebte Survival-Spiel Fortnite wurde letzte Woche von der Prüfstelle USK ab 12 Jahren freigegeben. Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hatte das Spiel bereits 2017 bewertet. Damals war aber von den Herstellern Epic Games nur der „Rettet die Welt“-Modus vorgelegt worden. Bekannt und beliebt ist das Spiel aber eigentlich dank des Online Modus´ Fortnite- „Battle Royal“, indem man über einer Insel abgeworfen wird und im Kampf mit den 99 anderen Spielern versucht am längsten am Leben zu bleiben.
Nun scheint Epic Games auch den Online Modus der USK Prüfstelle vorgelegt zu haben, die auch diesen mit der Altersempfehlung 12 Jahre versehen hat. Eine genauere Begründung der Entscheidung finden Sie hier.

Die fehlende Bewertung des Spiels hatte lange für Verwirrung bei Eltern gesorgt, da es im „Battle Royal“-Modus aus Shooter-Perspektive darum geht, die anderen Mitspieler auszuschalten. So hatte der „Spielratgeber NRW“ das Spiel erst ab 14 Jahren empfohlen.
Grund für die zuvor fehlende Einschätzung des Online-Modus durch die USK, ist die Tatsache, dass dieser Teil des Spiels nicht auf einem Datenträger im Handel erwerbbar ist, sondern lediglich online heruntergeladen werden kann. In solchen Fällen ist eine Bewertung nur freiwillig.

In der nun aber erschienen Stellungnahme heißt es: "Durch die grafische Darstellung und die verfremdenden Elemente ist das Geschehen schon für 12-jährige Spieler*innen jederzeit als Fiktion zu rahmen. […] Die zurückhaltende symbolhafte Treffervisualisierung ohne die Darstellung von Verletzungen setzt 12-Jährige nicht mehr dem Risiko einer Entwicklungsbeeinträchtigung aus, die Vereinbarung der Spielverabredung ist für sie von Beginn an durchschaubar, es gibt keine schockierenden Elemente.“ Weiter wird ausgeführt: " …ein riskanter Transfer der Spielhandlung in die reale Lebenswelt von 12-Jährigen [ist] nicht zu vermuten."
Damit ist nun etwas mehr Klarheit um Fortnite geschaffen und Eltern erhalten eine valide Orientierung bei der Frage ob und wann Sie ihrem Kind das Spielen erlauben.