Die erschreckende Welt der Gesichtserkennung- Teil 1


Ein gesichtloses Antlitz zu Halloween.

Die Hälfte des Monats Oktober ist verstrichen und wir nähern uns Halloween, jenem Fest, dass von vielen Kindern freudig erwartet und Eltern genervt akzeptiert wird. Ob Sie nun ein Halloween-Fan sind oder nicht möchten wir Ihnen heute eine kleine Schauergeschichte erzählen.
Die Geschichte handelt von der perfiden Jagd nach der perfekten Gesichtserkennungssoftware und ihrem gefräßigen Monster und spielt im Jahre 18… als das Böse über eine kleine Stadt in Neuengland kam… Nein. Die Geschichte ist aus dem Jahr 2019 und sie findet statt im Verborgenen, gestern und vielleicht noch heute.
Teil eins unserer Geschichte spielt in Atlanta Georgia. Ein kopfloser Südstaatengeneral ist nicht Teil der Erzählung, die durch Mark und Bein geht, Rassismus allerdings.
Am gestrigen Tage hat Google sein neues Telefon Pixel 4 auf den Markt gebracht. Eine der innovativen Neuerungen des Konzerns soll dabei eine Entsperrung durch Gesichtserkennung sein.
Mit solcher Software gab es jedoch bei vielen Versuchen Problemen, da sie vor allem bei PoC (People of Colour) schlecht funktionierten und daher häufig ded Vorwurf des Rassismus aufgekommen war.
Um dieses Problem nun zu beheben, beschloss man im Sillicon Valley, dass die Software mehr Training benötigte. Die Software brauchte mehr Gesichter. In diesem Zuge heuerte man mehrere Gehilfen an, unter anderem die Firma Randstad.
Dieser Gehilfe R begab sich nun in den Süden in die Stadt Atlanta. Dort versprach R nun dunkelhäutigen Obdachlosen und anderen Bedürftigen Gutscheine, wenn sie nur ein kleines Spiel mit ihnen spielten. Dieses Spiel nannten sie das Selfie-Game. Dieses Selfie-Game war eine der vielen Spielarten derselben perfiden Methode, die manchmal auch als Smartphone Test vorgestellt wurde. Ziel des Spiels: Die Teilnehmer sollten möglichst viele Bilder von Ihrem Gesicht machen. Zuvor jedoch sollten Sie eine Vereinbarung unterschreiben. Die gewieften Vertreter der Firma R waren aber gehalten den Teilnehmern die Sinne zu verwirren. So lenkten sie die Menschen ab.Sie zeigten wild in verschiedene Richtungen und auf blinkende Buttons oder bombardierten sie mit unzusammenhängenden Informationen, alles mit nur einem Ziel: Niemand sollte lesen, woraus der Pakt bestand, denn sie besiegeln würden.

Denn dieser Pakt beschrieb die dunkle Seite des „Selfie Spiels“: Die Probanden hatten für einen 5-Dollar Starbucks Gutschein die Rechte an den Gesichtsscans, die man während des Spiels an Ihnen durchgeführt hatte an Google verkauft.
Google sicherte sich von den Ahnungslosen das Recht „nichtpersonenbezogene identifizierende oder gesammelte Daten ohne Einschränkung für irgendeinen Zweck zu speichern, zu verwenden oder weiterzugeben“ weiter sollten ihre Daten auch an anderen Orten verwendet werden dürfen, wo sie weniger Rechte hatten. Und Google nahm die Scans und warf Sie Ihrer neuen, immer hungrigen, Gesichtserkennungssoftware zum Fraß vor.
Und wer nun denk dies sei nur eine kleine Horrorgeschichte, die wir uns ausgedacht haben, damit Sie sich ein wenig gruseln, der lese die Zeitungen von damals. Ääähm von heute.